Arts and Humanities Research Board: Research Project (2001-2006)
[Five portraits of women]

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Projektbeschreibung

Das Projektteam besteht aus Professor Catherine Davies (Leitung, Nottingham), Dr. Hilary Owen (Verantwortliche in Manchester), Dr. Claire Brewster (wissenschaftliche Mitarbeiterin, Nottingham), Charlotte Liddell (Doktorandin 2001-2004, Manchester, Forschungsprojekt über Brasilien), und Iona MacIntyre (Doktorandin 2002-2005, Nottingham, Forschungsprojekt über Argentinien). Die technische Seite des Projekts wird von Teri Browett (Humanities Research Centre) und Sze Yeung (IT Systems Information Services, Nottingham) betreut. Die Datenbank ist ursprünglich von Dan Smith (University of Manchester) eingerichtet worden,  Ergänzungen von Graham Watson (Universität Nottingham). Jennifer Edmond war Website Manager von Januar 2004 bis Juli 2005.

Die geplanten Projektergebnisse sind: eine Monographie; eine Datenbank; von unabhängigen Gutachtern geprüfte Zeitschriftenartikel; Arbeitstexte; Editionen seltener Werke.

Forschungsfragen: Das Projekt versteht sich als eine textuelle und historische Untersuchung, die Gedanken und Aktivitäten von Frauen erforscht, die im Lateinamerika des frühen 19. Jahrhundert als gesellschaftliche Gruppe zur Entstehung einer öffentlichen Kultur beitrugen, doch größtenteils davon ausgeschlossen waren. Dies macht eine Untersuchung der Frage nötig, wie die Kategorie »gender« den politischen Diskurs der lateinamerikanischen Unabhängigkeit beeinflusste. Forschungsfragen sind etwa: Welche Verbindung gab es zwischen Politik und Geschlechterdifferenz? Wie werden Frauen als Subjekte und Objekte im zeitgenössischen politischen Diskurs konstruiert? Wie sahen die politische Kultur und das damit verbundene Leben aus, wo fanden sie statt, wie manifestierten sie sich? Wie haben Frauen auf den republikanischen Diskurs der Rechte des Individuums reagiert? Welche Widersprüche erwuchsen aus der Formulierung der Kategorie »gender« im politischen Diskurs in Lateinamerika?
Methodisches: Der Ansatz ist interdisziplinär und untersucht im wesentlichen Texte, basiert also auf Archivarbeit und Diskursanalyse. Die Bandbreite der Forschung erstreckt sich auf den ganzen Kontinent; es wurde Forschung Lateinamerika, Buenos Aires, Lima, Rio de Janeiro, Santiago de Chile und Quito durchgeführt. Durch Sammlung von einschlägigem veröffentlichtem und unveröffentlichtem Material werden wir einen zentralen Korpus von Texten aufbauen, die den von Geschlechterkategorien bestimmten politischen Diskurs behandeln und dokumentieren. Durch Erforschung der Familien- und Gemeindenetzwerke der Frauen wird deren politische Kultur untersucht. Die Datenbank registriert die Beteiligung von Frauen, ihr Schreiben und ihre Organisationen.